• Theologisches Bildungswerk Dülmen

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Zeugen und Zeugnisse des Glaubens

Im Herbst 2017 findet wieder eine dreiteilige Vortragsreihe statt.

Dom Helder Camara -
ein glaubwürdiger Zeuge des Glaubens im Sine des Zweiten Vatikanischen Konzils
Während der Sitzungsperioden des Vaticanum II schrieb Dom Helder Camara mehr als 900 Briefe an seine Diözese Recife in Brasilien, in denen er auf dem Boden des Konzils eigene Ideen für die Zukunft der Kirche entwickelte und Anregungen aus seinem Bistum erbat. Zentraler Gedanke für ihn war: „Der imperiale Staub, der sich seit Konstantin auf dem Stuhl des Heiligen Petrus abgelagert hat, muss weggewischt werden.“ Die Kirche müsse eine radikale Umkehr wagen und zu einer Kirche der Armen werden. Der brasilianische Erzbischof wurde weltweit zu einer Symbolfigur einer Kirche im Sinne der Befreiungstheologie.
Urs Eigenmann, profunder Kenner des umfangreichen Werks und Herausgeber der 900 Briefe Camaras, wird in seinem Vortrag die Bedeutung Camaras für das Zweite Vatikanische Konzil und für die Kirche von heute aufzeigen.

Termin: Dienstag, 19.09.17
Zeit: 19:30 Uhr
Ort: Pfarrheim Heilig Kreuz
Referent: Dr. Urs Eigenmann

Martin Luther - "Medienfreak der Gutenberg-Galaxis"
Martin Luther wird zu Recht als „Medienfreak der Gutenberg-Galaxis“ bezeichnet, denn er hat es im Verbund mit anderen verstanden, nicht nur als Prediger, Sänger oder im Theater sondern auch durch Brief, Flugblatt, Flugschrift und Buch sein Anliegen als Reformator zu kommunizieren. Die berühmten Ablassthesen weisen auf die Eigendynamik solcher Flugschriften hin: sie fanden blitzschnell im damaligen Reich Verbreitung und wurden von geschäftstüchtigen auswärtigen Druckern nachgedruckt.
Angesichts der Medienvielfalt und der Entschlossenheit Martin Luthers, diese für die Kommunikation des Evangeliums zu nutzen, erstaunt die Zurückhaltung von Kirchen und Theologen gegenüber dem weiteren medialen Fortschritt heute. Der Referent wird mit seiner Besinnung auf die Reformation als Medienereignis die durch die neuen Medien eröffneten Kommunikationsmöglichkeiten für die Kirchen heute vorstellen, die bisher weitgehend  als Bedrohung des bisher in den Kirchen Üblichen verstanden worden sind.

Termin: Dienstag, 31.10.17
Zeit: 19:30 Uhr
Ort: Pfarrheim Heilig Kreuz
Referent: Prof. Dr. Christian Grethlein

Zur Zukunft der Kirche
Erwin Kräutler verkörpert durch sein Glaubenszeugnis und seinen „Einsatz mit Leib und Seele“ eine Kirche, der es im Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils „um die Rettung der menschlichen Person“ und „um den rechten Aufbau der menschlichen Gemeinschaft“ geht (Pastoralkonstitution Nr. 3). Viele Menschen sehnen sich, besonders in einer Zeit der Krise, nach solchen Vertretern einer Kirche, die sich ihrer Weltverantwortung nicht entzieht und gerade dadurch auf neue Art und Weise glaubwürdig wird, schreibt der Innsbrucker Pastoraltheologe  Franz Weber.
Engagement für die Armen und Ausgeschlossenen, Bewahrung der Schöpfung, kirchliche Basisgemeinden, die missionarische Dimension der Kirche, die Einheit von Mystik und Politik werden Themen des Referenten  sein, der damit nach 1993 zum zweiten Mal beim Theologischen Bildungswerk zu Gast ist.

Termin: Montag, 27.11.17
Zeit: 19:30 Uhr
Ort: Forum Bendix, Dülmen
Referent: Bischof (em.) DDr. Erwin Kräutler, Brasilien

Zusatzvortrag

Wird der Umgang mit der Flüchtlingskrise der Menschenwürde gerecht?

Eine ethische Diskussion aus dem Blickwinkel der Menschenrechte

„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ – so beginnt die Verfassung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland (Art. 1 § 1). Jeder Mensch ist von Natur aus mit Würde ausgestattet, die er nicht erst durch Leistung verdienen muss und die er auch von niemandem erst zugesprochen bekommt.
In der Gegenwart sind viele Menschen auf die Flucht, weil sie sich in ihrer Würde, in ihren Rechten und vor allem in ihrem Leben bedroht fühlen. Daraus ist eine Flüchtlingskrise in Europa entstanden, und fordert besonders unser Land – Deutschland – massiv heraus. Wie gehen wir damit um?
Die Grundfragen unserer Diskussion lauten:
- Was ist die Würde des Menschen? Gibt es Grenzen zu deren Unantastbarkeit?
- Einerseits sind Würde und Rechte naturgegebene Gaben. Andererseits sind sie mit Pflichten und Verantwortung verbunden. Inwiefern darf die staatliche Gewalt im Blick auf diese doppeldeutige Tendenz – (als „Gabe und Aufgabe“) die Würde/Rechte jenes Menschen geltend machen, die sie missbrauchen?
- Wird aus der Herausforderung der Flüchtlingskrise eine Überforderung?
- Wie menschenwürdig ist unser Umgang mit der Flüchtlingskrise? – in der Rhetorik und im Handeln?
- Zuletzt stellt sich die Frage: Haben wir eine ethische Antwort?

Termin: Dienstag, 17.10.17
Zeit: 19:30 - 21:45 Uhr
Ort: VHS Alte Sparkasse Forum
Referent: Dr. Dr. Emeka V. Ndukaihe

Frühere Veranstaltungen

Krypta - Unterdrückte Traditionen der Kirchengeschichte

Krypta - Unterdrückte Traditionen der Kirchengeschichte

Das Theologische Bildungwerk eröffnete die 3-teilige Vortragsreihe 2016 vor einem großen Zuhörerkreis mit einem Vortrag von Prof. Dr. Hubert Wolf von der Universität Münster. Wolf verstand es, durch Einblicke in verborgene und vergessene Traditionen der Kirchengeschichte Reformideen zu erschließen, die für anstehende Reformprozesse der Kirche vor Ort wichtig werden können. Ein Blick in die Kirchengeschichte mache deutlich: Weniger die Bischöfe, sondern vor allem Laien haben den deutschen Katholizismus zur gesellschaftlich relevanten Größe gemacht. Frauen erteilen die Vollmacht zur Lossprechung von Sünden. Die nichtgeweihten Kirchenmitglieder seien keine „unmündigen Schafe", sondern tragen als „Fachmänner und -frauen" selbst Verantwortung für die Gestalt von Kirche am Ort.
Kirche ist und war bunter als wir es heute landläufig wahrnehmen. Ihre Geschichte sei oft anders verlaufen, als wir es ohne weiteres Nachdenken vermuten. Scheinbar selbstverständliche Traditionen verlieren ihre Wirkmacht, wenn wir sie im Horizont einer breiten und längeren Entwicklung betrachten.
Der Vortrag begab sich auf historische Spurensuche und wagte einen frischen Blick auf die Geschichte der Kirche. Er entwickelte daraus Reformideen für heute, die auch im anstehenden „Kirche-am-Ort-Prozess" wichtig werden können.
Der Historiker machter deutlich: Manche „uralte Tradition" ist wirklich erst „von gestern" … und es wird Zeit, dass wir die Vielfalt der katholischen Kirche und ihrer Geschichte wieder stärker wahrnehmen und daraus Zukunft gestalten.

Neuer Generalvikar beim Theologischen Bildungswerk

Neuer Generalvikar beim Theologischen Bildungswerk

Wenige Monate nach seiner Amtseinführung hielt Generalvikar Dr. Norbert Köster einen Vortrag beim Theologischen Bildungswerk. Das Thema lautete: Kampf gegen die Säkularisierung? Bischof Keller und die Pastoral von heute.
Der Vortrag zeigte auf, wie die Kriegserfahrungen Michael Keller geprägt haben, der sich als junger Student freiwillig für den Ersten Weltkrieg meldete, in dem er an der Ost- und an der Westfront in schweren Gefechten eingesetzt war. Die Kriegserfahrungen prägten Michael Keller sehr und auch sein Wirken als Bischof lässt sich ohne diese Prägung nicht verstehen. Im Vortrag wurde klar, wie sehr Bischof Michael Keller in den pastoralen Strukturen und Mentalitäten des Bistums Münster bis heute nachwirkt.

30 jähriges Bestehen

Festschrift_30Jahre_TBW

Im Herbst 2013 beging das Theologische Bildungswerk mit einem Festgottesdienst sein 30-jähriges Bestehen. Den Festvortrag hielt Prof. Dr. Ulrich Lüke, Aachen zum Thema: "Der Mensch - Plan Gottes oder (dummer) Zufall"

25 Jahre Theologisches Bildungswerk Dülmen

25 Jahre Theologisches Bildungswerk Dülmen

(v.l.) Bernhard Arens, Leiter des Theologischen Bildungswerkes, Bischof Dr. Reinhard Lettmann und Johannes Heling, Leiter des Kreisbildungswerkes beim 25-jährigen Bestehen des Theologischen Bildungswerkes Dülmen
Grafik_25Jahre_TBW

Den Festvortrag zum 25jährigen Bestehen des Theologischen Bildungswerkes Dülmen hielt Bischof Dr. Reinhard Lettmann am 30. September 2008 in der Aula des Clemens-Brentano-Gymnasiums in Dülmen.

Gründung des Theologischen Bildungswerkes

Gründung des Theologischen Bildungswerkes

Grafik_Gruendungsteam_TBW_Duelmen

Gründeten im Herbst 1983 das Theologische Bildungswerk: (v.l. Bernhard Arens (Leiter), Johannes Heling, Kreisbildungswerk, Angelika Surholt, St. Josef, Ulrike Reddemann, FBS, Christan Vogt, Maria Königin, Pfr. Dr. Clemens Engling, Hl. Kreuz, Theo Boch, St. Viktor, Marita Worstbrock, Stadtbücherei, Heribert Woestmann, St. Josef, nicht im Bild: Rita Prochnow-Borig, Ev. Christus-Kirche

Vortragsreihe 2017

Team

Bernhard Arens (Leiter)
Tel. 02594/6636
Johannes Heling (Kreisbildungswerk)
Tel. 02541/952672
Irmgard Neuß (FBS)
Tel. 02594/94300
Pfr. Peter Nienhaus (Hl. Kreuz)
Tel. 02594/2126
Rita Prochnow-Borig
(ev. Christus-Kirche)
Tel. 02594/3674
Tanja Steinhaus (VHS)
Tel. 02594/12400
Petra Toppmöller (Stadtbücherei)
Tel. 02594/12421
Heribert Woestmann
(St. Viktor/St. Josef) Tel. 02594/5111
Manfred Wortmann
(St. Viktor/St. Mauritius) Tel. 02594/3420

Rückschau

Bisher führte das Theologische Bildungswerk über 100 Vortragsveranstaltungen mit renommierten Referentinnen und Referenten durch.
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