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  • KBW Coesfeld

Die Etappenziele POIs

POI 1 St. Georg Vreden

Die Pfarrkirche St. Georg ist die Hauptkirche Vredens. Nach vollständiger Zerstörung im 2. Weltkrieg ist die heutige Kirche in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts neu errichtet worden. Roter Backstein ziert die von außen und innen schlicht gehaltene Kirche. Besonders sehenswert ist der Antwerpener Hochaltar, der seit etwa 1520 in der Kirche steht. Er wurde im 2. Weltkrieg im romanischen Turm der Kirche eingemauert und so bewahrt. Er wurde 1989 nach zehnjähriger Restaurierung wieder im Chorraum aufgestellt. Aus der inzwischen abgerissenen Marienkirche konnte das von Sieger Köder geschaffene Wandbild zum Auszug aus Ägypten nun in der Georgskirche aufgestellt werden. Es ist etwas versteckt im rechten Seitenschiff angebracht. Sehenswert ist auch das große Kreuz im Altarraum, das anlässlich des Norbertjahres 2015 von Ludger Hinse in der Kirche installiert worden ist.

Das von Sieger Köder geschaffene Wandbild zum Auszug aus Ägypten

POI 2 Stiftskirche St. Felizitas

Die ehemalige Kirche des adligen Damenstifts, dessen Gründung auf das Jahr 839 zurückgeht, ist nach Zerstörungen im 2. Weltkrieg wieder aufgebaut worden. Das Portal der alten Georgskirche wurde dabei in die Stiftskirche integriert. Unterhalb des Altarraums der Kirche aus dem 12 Jh. befindet sich eine Hallenkrypta aus dem 11. Jh. Zur Zeit wird das Innere der Kirche restauriert. Die ehemalige Kirche des adligen Damenstifts, dessen Gründung auf das Jahr 839 zurückgeht, ist nach Zerstörungen im 2. Weltkrieg wieder aufgebaut worden. Das Portal der alten Georgskirche wurde dabei in die Stiftskirche integriert. Unterhalb des Altarraums der Kirche aus dem 12 Jh. befindet sich eine Hallenkrypta aus dem 11. Jh. Zur Zeit wird das Innere der Kirche restauriert.

POI 3 Ammeloe St. Antonius Abt

Ammeloe ist das älteste der Vredener Kirchdörfer und bildet mit dem geschlossenen Kreis (Kring) von Häusern um die Kirche noch die ursprüngliche denkmalgeschützte Anlage. Inmitten des Krings steht die Antoniuskirche aus dem Jahre 1858, die an Stelle der 1369/1444 errichteten Kapellen nun das Zentrum bildet. Ammeloe ist wie andere Kirchdörfer im Grenzgebiet des Bistums Münster weitgehend katholisch geprägt. Rund um Ammeloe findet man entlang der Route kleine Wegkapellen und Bildstöcke, die von der tiefen Verwurzelung des christlichen katholisch geprägten Glaubens zeugen. Besonders schön sind ein Bildstock vom Hl. Antonius von Padua in Wennewick (11,0 km) und einer mit dem Hl. Michael (11,5 km).

POI 4 Oldenkott St. Antonius von Padua

1657 erteilte Fürstbischof Christoph Bernhard Graf von Galen die Baugenehmigung für eine Kirche in Oldenkott. Hintergrund dafür war die Tatsache, dass die Katholiken in den Niederlanden zu der Zeit keine Kirchengebäude errichten durften. So entstanden mehrere Seelsorgestationen an der deutsch-niederländischen Grenze. Weil die 1652 errichtete Kapelle in Zwillbrock zu klein war, wurden zuerst ab 1654 im Haus Winkelhorst am Oldenkotten Messen gefeiert. Schließlich machten sich die holländischen Katholiken aus Rekken und Haaksbergen für einen Kirchbau stark. Vermutlich war dies überhaupt der erste massive Steinbau in der Bauerschaft Wennewick. Heute ist die kleine Kirche die erste an der Grenze. Diese ist nicht mehr mit einem Schlagbaum gekennzeichnet, sondern mit einer kleinen Reihe von Kreuzen quer über die Straße.

POI 5 Zwillbrock St. Franziskus

Seit dem Westfälischen Frieden 1648 ist die Grenze zu den Niederlanden Staatsgrenze. Zum Bistum Münster gehörte jedoch auch noch ein Teil hinter der Grenze, bis 1821. Um die Katholiken jenseits der Grenze, besonders diejenigen, die zum Sprengel des Bischofs von Münster zählten, seelsorglich zu betreuen, entstand längst der Grenze von Bocholt bis nach Gronau eine Kette von Missionsstationen. Von diesen direkt an der Grenze liegenden und auf sicherem münsterischen Boden errichteten Kapellen und Kirchen konnte man gefahrlos Seelsorge ausüben, was in den Jahren nach 1648 den Katholiken in den Niederlanden verboten war. Seit 1651 fanden in Zwillbrock Gottesdienste statt, erst unter freiem Himmel, dann in einer Torfplaggenkirche. Später konnte ein Kloster mit Kirche errichtet werden. Das Kloster existiert heute nicht mehr, wohl aber die Kirche von 1720 mit einer sehr beachtlichen barocken Innenausstattung. Die Grundmauern der alten Klosteranlage wurden erst vor kurzer Zeit untersucht und sichtbar gemacht.
Hinweis: In der Stiftskirche finden regelmäßig Konzerte statt.
Weitere Informationen:www.barockkirche-zwillbrock.de

POI 6 Zwillbrocker Venn

Flamingos und Lachmöven am Zwillbrocker Venn Flamingos und Lachmöven am Zwillbrocker Venn
Weitere Informationen:www.bszwillbrock.de/

POI 7 Oeding St. Jakobus

Auch die Jakobuskirche in Oeding gehört zu den Missionsstationen. Nachdem die Winterswijker Jakobuskirche zur Reformation übergetreten war, blieb dem Bischof von Münster nur die Möglichkeit einer Kapelle in Grenznähe auf dem Gebiet von St. Vitus Südlohn, in der katholischer Gottesdienst möglich war. Erst 1911 wurde eine größere Kirche gebaut, die auch heute noch erhalten ist. Innen wie außen war sie bereits damals etwas Besonderes, wie die damalige Zeitung berichtete. Das Innere wirkt durch die interessante Apsis und durch die bemerkenswerte Kanzel. Nach kurzer Selbstständigkeit der Oedinger Pfarrei ist die Kirche heute Teil der 2007 entstandenen Pfarrei St. Vitus und St. Jakobus Südlohn.

POI 8 St. Vitus Grenzstein

In unmittelbarer Nähe der Baumwollstraße B 70 führt der Radweg über die grüne Grenze am Schnittpunkt der Gemeinden Südlohn, Stadtlohn, Vreden mit den Niederlanden. Der St. Vitus-Grenzstein markiert vermutlich schon seit der Erhebung zur eigenständigen Pfarrei im Jahr 1231 den nördlichsten Eckpunkt von St. Vitus Südlohn. Der Grenzstein hebt sich von anderen historischen Steinen durch seine reichere Darstellung mit Rokokodetails ab. 1753 wurde er erneuert. Er steht direkt am historischen Kommiesenpatt, über den die Zöllner ab 1813 bis 1995 die Grenze kontrollierten, über den aber auch geschmuggelt wurde. Erst das Schengener Abkommen sorgte für eine Aufhebung der Grenzkontrollen.

Wir hoffen, dass Ihnen die Tour gefallen hat!

Start / Ziel: Vreden St. Georg

Tourlänge: 61,0 km

Schwierigkeitsgrad: Leicht. Schwierigkeitsgrad: leicht. Die Route verläuft ziemlich eben, ist meist asphaltiert oder mit Betonpflaster versehen. Nur einige Stücke entlang der Berkel oder im Zwillbrocker Venn sind schmal und manchmal nach Regen etwas matschig.

Charakteristik: Rundtour, hauptsächlich durch ländliches Gebiet.

Beschreibung: Sie lernen neben den beiden Hauptkirchen in Vreden, St. Georg und die Stiftskirche St. Felicitas, den historischen Ammeloer Dorfkern mit seinem Kring um die Kirche kennen. Entlang der Grenze folgen drei weitere Kirchen in Oldenkott, Zwillbrock und Oeding, die den niederländischen Katholiken in früherer Zeit den Messbesuch ermöglichten und so in die Geschichte der Grenzregion einführen. Besonderes Kleinod ist die Zwillbrocker Kirche, eine der wenigen barocken Kirchen im Bistum Münster. Sie überqueren im Verlauf der Route sechsmal die deutsch-niederländische Grenze, davon nur zweimal über einen offiziellen Straßenübergang.

Tourmanager:Franz-Josef Plesker

Fotos: Franz-Josef Plesker

GPS-Trac

Quellen
  • St. Georg-Kirche Vreden
  • Georg Kreuz Vreden
  • St. Georg Kreuz
  • Das von Sieger Köder geschaffene Wandbild zum Auszug aus Ägypten
  • Oldenkott St. Antonius von Padua
  • Oeding St. Jakobus
  • St. Vitus Grenzstein am Komiesenpatt