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  • KBW Coesfeld

Die Etappenziele POIs

POI 1 - St. Lambertikirche

Die nach dem heiligen Lambert benannte Kirche ist wie die nur wenig jüngere Jakobikirche eine der beiden alten Innenstadtpfarrkirchen Coesfelds. Sie wurde noch von Ludgerus, dem ersten Bischof von Münster, als Holzkirche gebaut. Die ältesten erhaltenen Teile sind Mittelschiffpfeiler der staufischen Hallenkirche im gebundenen System aus dem 13. Jahrhundert. Die Lambertikirche besitzt heute das älteste zusammenhängende Geläut Westfalens. Der Bau des neuen Turmes, ein Werk von Gottfried Laurenz Pictorius, begann 1686 und zog sich bis 1703 hin. Es besteht eine Ähnlichkeit mit dem zur gleichen Zeit errichteten Turm der Jesuitenkirche. Erst der Zweite Weltkrieg, den die Lambertikirche im Gegensatz zur Stadt Coesfeld eigentlich weniger zerstört überstand, fügte dem Bau dennoch einige schwere Schäden zu. Bedeutendstes Stück der Ausstattung von St. Lamberti ist das Coesfelder Kreuz, ein Gabelkruzifix vom Beginn des 14. Jahrhunderts. Der erste Typus des „schmerzhaften Kreuzes“ entstand in Italien. Da sich die Pfarrgemeinde im Besitz einer Kreuzreliquie befindet, die im Corpus verwahrt werden kann, stand das als „wundertätig“ geltende Kreuz im Zentrum einer jahrhundertealten Wallfahrtstradition und wird noch heute von vielen Gläubigen besonders verehrt. Ein Besuch der Lambertikirche und die Verehrung des Coesfelder Kreuzes war ein wichtiger Bestandteil im Leben der seligen Anna Katharina Emmerick.

POI 2 - Antoniuskapelle

Erbaut 1946-1949. Es war die erste Gedenkstätte in Coesfeld, die nach den Zerstörungen im 2. Weltkrieg wieder aufgebaut wurde. Das Material stammte aus den Trümmern der Jakobikirche. Die Einweihung erfolgte am 12. Mai 1949 durch Pfarrdechenat Bierbaum, St. Lamberti. Die Figur stellt Antonius den Großen dar. Geb. um 250 in Ägypten, christlicher Heiliger, Patron der Hirten, Bauern und Tiere, in Westfalen daher auch „Swinetünnes“ genannt. Gilt als Helfer bei Krankheit, Not und Feuer. Erbaut 1946-1949. Es war die erste Gedenkstätte in Coesfeld, die nach den Zerstörungen im 2. Weltkrieg wieder aufgebaut wurde. Das Material stammte aus den Trümmern der Jakobikirche. Die Einweihung erfolgte am 12. Mai 1949 durch Pfarrdechenat Bierbaum, St. Lamberti. Die Figur stellt Antonius den Großen dar. Geb. um 250 in Ägypten, christlicher Heiliger, Patron der Hirten, Bauern und Tiere, in Westfalen daher auch „Swinetünnes“ genannt. Gilt als Helfer bei Krankheit, Not und Feuer.

POI 3 - Ehemalige jüdische Synagoge

Die ehemalige Synagoge diente der seit etwa 1670 nachgewiesenen jüdischen Gemeinde Coesfeld zum Gottesdienst. Die Synagoge blieb während der Novemberpogrome 1938 unzerstört, da sie bereits 1938 in Privatbesitz gekommen war. Nach Schäden während des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebäude 1964 bis 1966 wiederhergestellt. Im Inneren befindet sich ein schlichter Saal, in dem noch die Frauenempore und die Umrahmung für den Thoraschrein erhalten sind. Die hohen Rundbogenfenster lassen bereits von außen erkennen, dass es sich um ein sakrales Gebäude handelt.
Jüdisches Leben in Coesfeld reicht weit in die Vergangenheit zurück. Schon Ende des 13. Jahrhunderts gab es jüdische Mitbürger. Im Mittelalter hatte Coesfeld die zweitälteste, nach Münster größte jüdische Ansiedlung im Münsterland. Wie überall war auch das Leben der Juden hier von einem ständigen Wechsel gekennzeichnet.

POI 4 - Bischofsmühle

Die Bischofsmühle am Honigbach ist eine der ältesten Mühlen des westlichen Münsterlandes. Teile des jetzigen Bauwerkes stammen vermutlich aus dem 12. Jahrhundert und sind nachweislich in den Jahren 1598 und 1700 erweitert und restauriert worden. Die technischen Betriebseinrichtungen aus der Jahrhundertwende sind größtenteils noch erhalten. Die massive Bauweise der Coesfelder Bischofsmühle ist eher untypisch für münsterländische Wassermühlen. Die Bezeichnung als Bischofsmühle (Bischopinck-Molle) weist darauf hin, dass sich die Mühle früher im Besitz des Bischofs von Münster befand. In dessen Lehensgeschichte wird bereits am Anfang des 12. Jahrhunderts eine Grymoldings-Mühle erwähnt.

POI 5 - Kloster Gerleve

Als bäuerliche Schenkung des Hofes Wermelt wurde 1899 das Kloster von Mönchen der Erzabtei Beuron gegründet und 1904 zur Abtei erhoben. Patron ist der hl. Joseph. Die Pläne der aktuell sichtbaren Anlage mit Kirche stammen von Ludger Wilhelm Rincklake (1851 bis 1927).
Ab 1906 erlebte das Kloster einen stetigen Aufschwung. 1936 gehörten ihm 100 Mönche an, die 1941 von den Nationalsozialisten vertrieben wurden.
Die Klostergebäude wurden teils als Lehrhof für die Hitler-Jugend und teils für vom Luftkrieg betroffene schwangere Mütter aus dem Umland genutzt. Kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs war das Kloster ein Lazarett der Wehrmacht. Während des Zweiten Weltkriegs wurden in der Klosteranlage 800 Kinder geboren und 200 Tote auf dem Klosterfriedhof beigesetzt. 1946 konnten die Mönche in ihr verwahrlostes Kloster zurückkehren.
Der Benediktinerabtei Gerleve gehören zur Zeit 42 Mönche an.
Zu dem Gebäudekomplex gehören 2 Gästehäuser, in denen Seelsorge und Bildungsarbeit im Vordergrund stehen. Seit 2002 finden unter dem Namen „Forum Gerleve“ mehrmals im Jahr Konzerte und Vorträge statt.
Ebenfalls gibt es eine schöne Klosterbuchhandlung und eine Klostergaststätte.

POI 6 - Ludgerirast

Während eines Streifzugs durch das Münsterland werden dem aufmerksamen Besucher die zahlreichen Kirchen, Kapellen und Abbildungen auffallen, die den Namen des Heiligen Liudger tragen.
Liudger wird im Jahr 742 als Sohn einer christlichen Adelsfamilie in Friesland geboren. In seiner Jugend senden ihn seine Eltern an die Domschule nach Utrecht. In den folgenden Jahren geht Liudger als Diakon, Priester, Gründer des Kosters Werden bei Köln und schließlich ab 805 als erster Bischof von Münster seiner Missionstätigkeit nach.
Als Liudger sich am 26. März 809 in Begleitung einiger Mönche und bei bereits schwacher Gesundheit auf dem Fußmarsch von Coesfeld nach Billerbeck befindet, um dort die Messe zu feiern, segnet er am heutigen Stand Ludgerirast das Münsterland. In der folgenden Nacht verstirbt Liudger und wird kurz darauf in der Abteikirche des Klosters in Werden beigesetzt.

POI 7 - Große Kapelle

Die „Große" sowie die "Kleine Kapelle“ sind Bestandteil des großen Kreuzweges von Coesfeld. Beide wurden 1659 errichtet und werden nach neueren Erkenntnissen dem Baumeister Bernhard Spoede zugeschrieben. Während die Kleine Kapelle ein relativ einfacher, quadratischer, nach Süden offener Bau im Wald ist, liegt die Große Kapelle freier. Sie ist achteckig, mit einer zentralen Laterne. Im Innern sieht man das Sternrippengewölbe und einen barocken Altar mit zwei Figuren (die Heilige Helena und wahrscheinlich Kaiser Konstantin).
Der Große Kreuzweg wurde 1659 angelegt. Er ist eine Stiftung des Fürstbischofs Christoph Bernhard von Galen, der Coesfeld im Jahr 1651 zu seiner Residenzstadt gemacht hatte.
Seit Jahrhunderten finden Menschen im Betrachten von Kreuzwegen Kraft und Trost. Im persönlichen und gemeinschaftlichen Nachgehen der Kreuzwegstationen begegnen sich Mensch und ein menschennaher Gott.
Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich eine Sehnsucht, Stätten des Heiligen Landes (heute Israel) aufzusuchen, die mit dem Leben, Tod und Auferstehung Jesu Christi in Verbindung gebracht werden. Bestärkt durch diese Frömmigkeit bildeten Christen ab dem 14. Jahrhundert Kreuzwege in ihrer Heimat nach. Kreuzwege – mal mit 7 mal mit 14 oder mehr Stationen wie in Coesfeld - brachten die christliche Botschaft aus Bibel und Tradition zum Ausdruck und förderten anschaulich die geistliche Vertiefung.
Im Mittelpunkt der Betrachtung des Großen Kreuzweges aus dem 17. Jahrhundert steht das Coesfelder Kreuz. Der Weg beginnt an der Lambertikirche und endet dort nach ca. 10 km. Die große Kreuztracht am Fest Kreuzerhöhung (14. September) zählt zu den jährlichen Höhepunkten auf dem Coesfelder Kreuzweg.

POI 8 - Kleine Kapelle

Die „Große sowie die Kleine Kapelle“ sind Bestandteil des großen Kreuzweges von Coesfeld. Beide wurden beide 1659 errichtet und werden nach neueren Erkenntnissen dem Baumeister Bernhard Spoede zugeschrieben
Der Große Kreuzweg wurde 1659 angelegt. Er ist eine Stiftung des Fürstbischofs Christoph Bernhard von Galen, der Coesfeld im Jahr 1651 zu seiner Residenzstadt gemacht hatte.
Seit Jahrhunderten finden Menschen im Betrachten von Kreuzwegen Kraft und Trost. Im persönlichen und gemeinschaftlichen Nachgehen der Kreuzwegstationen begegnen sich Mensch und ein menschennaher Gott.
Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich eine Sehnsucht, Stätten des Heiligen Landes (heute Israel) aufzusuchen, die mit dem Leben, Tod und Auferstehung Jesu Christi in Verbindung gebracht werden. Bestärkt durch diese Frömmigkeit bildeten Christen ab dem 14. Jahrhundert Kreuzwege in ihrer Heimat nach. Kreuzwege – mal mit 7 mal mit 14 oder mehr Stationen wie in Coesfeld brachten die christliche Botschaft aus Bibel und Tradition zum Ausdruck und förderten anschaulich die geistliche Vertiefung.
Im Mittelpunkt der Betrachtung des Großen Kreuzweges aus dem 17. Jahrhundert steht das Coesfelder Kreuz. Der Weg beginnt an der Lambertikirche und endet dort nach ca. 10 km. Die große Kreuztracht am Fest Kreuzerhöhung (14. September) zählt zu den jährlichen Höhepunkten auf dem Coesfelder Kreuzweg.

POI 9 - Geburtshaus von Anna Katharina Emmerick

Das Anna-Katharina-Emmerick-Haus ist die Rekonstruktion des Geburtshauses der seligen Anna Katharina Emmerick am originalen Standort und eine museal eingerichtete Gedenkstätte.
Bei diesem Gebäude handelte es sich um ein strohgedecktes Doppelheuerhaus in Zweiständerbauweise.
Damals (und bis auf den heutigen Tag) gehörte es, wie bei Heuerlingshäusern üblich, zu einem größeren landwirtschaftlichen Betrieb, in diesem Fall zu dem benachbarten gleichnamigen Hof Emmerick/Emmerich.
Im nördlichen Teil des Hauses wurde am 8. September 1774 Anna Katharina Emmerick, Tochter unselbstständiger Köttersleute als 5. von 9 Kindern geboren. Bis 1802 lebte sie hier und trat dann in das Augustinerinnenkloster Agnetenberg in Dülmen ein. Sie starb in Dülmen am 9. Februar 1824. Papst Johannes Paul II. hat sie am 3. Oktober 2004 im Rom selig gesprochen. Das einfache Gebäude, in dem Anna Katharina ihre Jugendjahre verlebte, wurde als Doppelkötterhaus in Zweiständerkonstruktion im 18. Jahrhundert erbaut. Es hatte noch keinen Kamin, sondern eine offene Feuerstelle in der Diele (Rauchhaus). Die Eltern Anna Katharinas errichteten um 1790 einen Anbau am Nordgiebel mit einem niedrigen Nähstübchen. Nachdem der südliche Teil des Doppelhauses mit der dortigen Wohnung abgebrochen war errichtete man an der Ostseite des restlichen Hauses drei Wohnräume, die bis 1956 bewohnt waren.

POI 10 - Kirche und Pfarrzentrum Anna Katharina

Am 11. Juli 1951 wurde der erste Spatenstich zum neuen Gotteshaus durch Dechant Klein-Heßling getan und am 12. August 1951 fand die feierliche Grundsteinlegung durch Abt Dr. Pius Buddenborg von Gerleve statt. Am Sonntag, dem 21. Oktober 1951 konnte das Richtfest gefeiert werden. Weit mehr als 1000 Gläubige hatten sich im Innenraum der Kirche versammelt, an dem der Richtkranz errichtet wurde.
Beim der Gründungsmesse der neuen Anna-Katharina-Gemeinde am 9. Januar 2005, dem Fest Taufe des Herrn, wurden Religuien der seligen Anna-Katharina Emmerick im Altar beigesetzt.
2011 ist die Kirche Anna Katharina umgestaltet worden.
Sehenswert ist das neue, moderne Pfarrzentrum, das direkt an die Kirche angebaut wurde.

POI 11 - St. Jakobi Kirche

Die St. Jakobikirche wurde vor 1195 durch Fürstbischof Hermann II. von Münster als Privatkapelle erbaut. Das romanische Portal ist noch erhalten.
Der Taufstein entstand um 1202-1242.
Um 1450 erfolgte der erste Erweiterungsbau, der 1550 noch weiter ergänzt wurde. Der Antwerpener Flügelaltar entstand um 1520. Am 8. 9. 1774 wurde über dem romanischen Taufstein die selige Anna Katharina Emmerick getauft. 1924 wurde ein bedeutender Erweiterungsbau fertiggestellt.
Am 21. 3. 1945 wurde die Kirche durch Bomben total zerstört. Am 15. 8. 1954 erfolgte die Kirchweihe der jetzigen Kirche.
Die Jakobikirche war im Mittelalter ein Sammelpunkt für Pilger zum 2672 km entfernten Santiago de Compostella im Nordwesen Spaniens.

POI 12 - Evangelische Kirche (ehem. Jesuitenkirche)

Die Jesuitenkirche St. Ignatius in Coesfeld war Kirche des Kollegs und Gymnasialkirche des von Jesuiten geleiteten Nepomucenums. Später war sie für ca. einhundertfünfzig Jahre Simultankirche (Kirche für katholische und evangelische Christen) und ist heute die evangelische Pfarrkirche Coesfelds.
Die Jesuiten waren zu Beginn des 17. Jahrhunderts nach Coesfeld gekommen und leiteten das von ihnen gegründete Gymnasium. Ihre weitere Aufgabe war die Gegenreformation. Wohl durch das den Jesuiten nachgesagte Verhandlungsgeschick konnten sie selbst während der hessischen Besetzung Coesfelds im Dreißigjährigen Krieg in der Stadt verbleiben und ihre Schule weiterführen. Doch im November 1633 wurden sie aus der Stadt ausgewiesen und kehrten erst nach Abzug der Hessen wieder zurück.
Am 1. Mai 1673 wurde durch Christoph Bernhard von Galen der Grundstein gelegt und mit dem Bau der Kirche begonnen.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war die Jesuitenkirche in einem bedauerlichen baulichen Zustand, ein zeitgenössischer Bericht sagt aus, dass "Spatzen durch zerbrochene Fenster hineinkämen und mit Pfeifen und Umherfliegen den Gottesdienst störten".
Im März 1945 wurde die Ignatiuskirche mitsamt dem Kolleg durch Luftangriffe zerstört. Die Ausstattung ging dabei unwiederbringlich verloren.
1969 ging die Jesuitenkirche in den Besitz der evangelischen Gemeinde über.

Wir hoffen, dass Ihnen die Tour gefallen hat!

 

Start / Ziel: Pfarrkirche St. Lamberti am Markt

Tourlänge: 25,0 km

Schwierigkeitsgrad: Mittel. Nur vor und hinter dem Kloster Gerleve gibt es ein paar Steigungen. Sonst verläuft die Route flach.

Charakteristik: Rundtour, hauptsächlich durch ländliches Gebiet. Die Tour führt vorwiegend auf autofreien, bzw. wenig befahrenen Strecken. Der Untergrund ist bis auf ein kurzes Stück asphaltiert. Es gibt wenig Steigungen.

Beschreibung: Sie lernen die zentralen Spuren religiösen Lebens in und um Coesfeld kennen. Dazu gehört die ehemalige Synagoge genauso wie das Kloster Gerleve, die zentralen Kirchen, der große Kreuzweg und das Geburtshaus der seligen Anna Katharina Emmerick, die im Münsterland sehr verehrt wird.

Tourmanager:Johannes Heling

Flyer

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